Florentiner Diamant
Florentiner Diamant
Erbe der Habsburger - ein Rätsel der Schmuckgeschichte
Ein sagenumwobener, hellgelber Diamant mit ungewöhnlichem neunseitigem Doppel-Rosenschliff (126 Facetten) – einer der wenigen großen historischen Diamanten in dieser speziellen Schlifform.
Er stammt vermutlich aus Indien und kam im 15. Jahrhundert nach Europa.
Er war lange einer der großen „Geister“ der Schmuckwelt, denn er galt seit 1918 als spurlos verschwunden! Der Stein wiegt gewaltige 137,27 Karat (ca. 27,5 Gramm) und hat Ausmaße von rund 31 x 27 Millimetern – so dick und schwer wie eine reife Aprikose.
Karl der Kühne verlor ihn angeblich 1476 in einer Schlacht. Ein Schweizer Soldat soll ihn auf dem Boden gefunden haben, hielt ihn für wertvolles Glas und verkaufte ihn für ein paar Münzen! Später landete er im Besitz der Medici-Familie in Florenz, ging 1737 an das Haus Habsburg über und wurde Teil der österreichischen Kronjuwelen. Als Kaiser Karl I. 1918/19 nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie ins Exil floh, verschwand der Stein. Jahrzehntelang rankten sich Theorien um Diebstahl, Umschliff oder Verlust.
Erst im November 2025 lüfteten Nachfahren der Habsburger das Geheimnis: Der Diamant lag die ganze Zeit sicher in einem Banksafe in Québec, Kanada, wohin Kaiserin Zita ihn während des Zweiten Weltkriegs gerettet hatte. Sie hatte testamentarisch verfügt, den Fundort erst 100 Jahre nach dem Tod ihres Mannes (1922) preiszugeben. Die Familie plant nun, den Stein in einem kanadischen Museum auszustellen.
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