Black Prince’s Rubin
Black Prince's Rubin
Prominenter in der British Imperial State Crown
Einer der größten und berühmtesten roten Edelsteine der britischen Kronjuwelen. Allerdings ist er streng genommen gar kein Rubin, sondern ein Spinell. Erst seit 1783 lässt sich chemisch zwischen Rubin und Spinell unterscheiden, davor galten alle roten Steine als Rubine.
Seine genaue Herkunft ist im Nebel der Geschichte versunken. Er tauchte im 14. Jahrhundert im heutigen Spanien auf.
Er ist ungeschliffen, sondern nur grob in seine natürliche Form poliert. Um seine enorme Größe zu begreifen: Der Stein wiegt geschätzte 170 Karat (ca. 34 Gramm) und hat eine beachtliche Länge von etwa 50 Millimetern (5 Zentimeter) – er hat tatsächlich die Ausmaße eines kleinen Hühnereis! Am unteren Ende wurde er sogar einmal gebohrt, um ihn als Anhänger zu tragen (das Loch ist heute mit einem kleinen Rubin verschlossen).
Der Legende nach ermordete der kastilische König Peter der Grausame 1366 den maurischen Prinzen von Granada und raubte ihm den Stein. Peter schenkte ihn 1367 dem englischen „Schwarzen Prinzen“ Edward als Dank für militärische Hilfe. König Heinrich V. soll ihn 1415 in der Schlacht von Azincourt am Helm getragen haben – ein französischer Ritter traf seinen Helm mit einer Streitaxt, doch sowohl König als auch Stein überlebten. Während der englischen Republik unter Cromwell wurden die Kronjuwelen zerschlagen und verkauft; wie der Stein die Zeit überstand, ist unklar, doch 1660 kehrte er zur restaurierten Monarchie zurück. Seit 1838 sitzt er prominent im vorderen Kreuz der British Imperial State Crown, direkt über dem Cullinan II.
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